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| INTERVIEW MIT CHRIS & JESSE VON LAGWAGON | ||
| Wie war denn eure Europa Tour bis jetzt? Chris: Alle Shows
waren echt klasse! Ist irgendetwas besonderes passiert auf Eurer Tour, oder irgendwas schlimmes, das ihr nicht erwartet hättet? Jesse: Nein eigentlich nicht, aber unser Schlagzeuger hat heute Geburtstag! Gefällt es Euch in Deutschland? Jesse: Ja klar, es ist toll! Die Leute kommen ja schließlich zu unseren Konzerten! (lacht) Gibt es einen Unterschied zwischen Konzerten in Deutschland und Europa und den Konzerten in Amerika? Jesse: Eigentlich ist es in Amerika schon wesentlich besser geworden, als es früher mal war. Die Leute in Amerika haben nicht so viel Interesse daran neue Bands zu entdecken, die beispielsweise nicht im Radio laufen. In Europa ist das anders. Da können auch Bands, die nicht im Radio laufen, oder ein Video haben, erfolgreich sein. Das erste Konzert auf Eurer Europa Tour war in Italien, wie war’s denn? Chris: Ja stimmt, das erste Konzert war in Italien. Das war ein kleinerer Club und es waren ca. 600 Leute da, vielleicht auch weniger. Das Konzert war super. Kennt Ihr eigentlich Bands aus Deutschland? Jesse: Klar, wir kennen „Sub Simplex“, die spielen ja heut Abend hier. Chris: Wizo, Terrorgruppe, die Ärzte, die Toten Hosen ... Die Band „Lagwagon“ existiert nun schon seit 1988, stimmt das? Jesse: Fast – wir haben den Namen Ende 1991 in „Lagwagon“ geändert, davor hießen wir „Section 8“. Das war aber was anderes, eher so eine Art Cross-Over. Das ist wirklich eine lange Zeit für eine Band. Habt Ihr jemals darüber nachgedacht auszusteigen und was anderes zu machen? Jesse: Ja, ich bin ja mal aus der Band ausgestiegen. Es gab eine Zeit, da war es das Beste, dass ich die Band verlasse. Aber dann haben wir das Line up geändert und nun läuft alles bestens. Könnt Ihr Euch an Euer erstes Konzert mit „Lagwagon“ erinnern? Chris: Ich kann mich gut dran erinnern. Ich hatte erst einen Tag mit Ihnen geprobt, für vielleicht 2 Stunden. Das war bei der Warped Tour 1997 in Chicago. Es gab ein Gewitter mit gewaltigem Regen direkt bevor wir anfangen sollten, es war echt verrückt. Wie war dann das Konzert? Chris: Naja, hätte schlimmer sein können, glaub ich. Jesse: Bei meinem ersten Konzert war in ungefähr 16 und es war in einem kleinen mexikanischen Restaurant. Ihr seid Eurer Musik ja in all den Jahren treu geblieben. Was denkt Ihr über neue Trends in moderner Rock Musik wie beispielsweise Screamo? Jesse: Hm, es ist oft so, dass eine Band etwas komplett neues macht und dann viele andere Bands mitziehen. Ich weiß nicht, ich meine, ich habe kein Problem damit. Chris: Ich weiß, dass die Kids es mögen, aber ich mag’s nicht. Viele Sachen hören sich gleich an. So fangen die Songs an ... uuuaaah (schreit) Aber es gibt trotzdem viele gute Bands. Welche Bands hört Ihr Euch denn so in Eurer Freizeit an? Jesse: Alles! Viele verschiedene Sachen. Chris: Fast alles an Punk- und Rockmusik, aber es gibt auch einige neue Sachen, die ich mir gerne anhöre. Welche Bands oder Musiker sind denn wichtig für die Band „Lagwagon“? Wo nehmt Ihr Euch Inspiration her? Jesse: Das ist für jeden von uns sehr unterschiedlich. Auf jeden Fall mal Descendents und Iron Maiden. Chris: Ja, Iron Maiden ist auf jeden Fall dabei, Ramones, aber da gibt es echt ziemlich viele. Es ist ja auch wichtig verschiedene Sachen zu hören um was Eigenes machen zu können. Jesse: Ja, auf jeden Fall. Wenn man nur eine Musikrichtung hört, macht man selbst nicht mehr was richtig Originelles.
Jesse: Als wir unser erstes Album aufgenommen haben, hießen wir noch „Section 8“ und wir hatten einen Song namens „Lagwagon“. Und wir wollten unseren Namen ändern, weil es schon so viele Bands mit dem Namen „Section 8“ gab: eine alte Punk Band, eine Skaband, eine Soulband aus New York ... Also haben wir eine Liste gemacht mit ungefähr 80 oder 100 Namen und einige davon waren echt richtig schlecht. Das Problem war, das an jedem einzelnen Namen, irgendjemand von uns was auszusetzen hatte. Und bei „Lagwagon“, na ja, niemand mochte den Namen so richtig, aber es hasste ihn auch keiner. Also haben wir ihn genommen. Und es gibt jetzt nur eine Band, die so heißt. Jesse: Ganz genau! Euer neues Album heißt ja „Resolve“. Ich will jetzt nicht zu persönlich werden, aber wie würdet Ihr den Titel jemandem erklären, der Euch nicht kennt? Was hat Euch bei der Wahl des Titels beeinflusst? Jesse: Ja, das Wort kann verschiedene Bedeutungen haben. Grundsätzlich ist es im musikalischen Sinne zu verstehen. Es hat etwas direktes, auf den Punkt kommendes. Chris: Und es behandelt die Thematik, dass ein Freund von uns Selbstmord beging. Okay, wir sind schon fast am Ende, eine Frage noch. Wie sehen Eure Zukunftspläne aus, außer Eure Australien Tour. Jesse: Wir kommen vermutlich noch mal wieder im Laufe des Jahres. Wir möchten so viel touren wie es geht, mit diesem Album. Chris: Wir wollen eine „Eis Show“ machen mit Eislaufen, aber vorher brauchen wir Eisläufer.
Chris: Irgendwo, wo es viel Eis gibt. (lacht) Jesse: das heißt, dass wir es irgendwo außerhalb Kalifornien machen müssen. Chris: Da gibt es dann auch solche Kostüme, wie riesige Milchshakes und Hamburger. (lachen) Author: Alexander Erbel und Denis Selzer
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